Welcher Social Media Kanal passt zu Ihrem Unternehmen?

Da es neben den bekanntesten Sozialen Netzewerken, wie Facebook und Twitter, eine Reihe anderer beliebter Plattformen zur Interaktion gibt, ist es schwer die wichtigsten und sinnvollsten zu finden. 81,7 Prozent der KMU, die überhaupt in Sozialen Netzwerken aktiv sind, nutzen Facebook. Doch es gibt so viel mehr!

 

Die Zielgruppe ist entscheidend!

 

Bevor Sie sich für eine oder mehrere Plattformen entscheiden, sollten Sie sich im Klaren sein, welche Zielgruppe Sie über diverse Social Media Kanäle erreichen wollen. Was bringt Ihnen eine ausgeklügelte und kreative Social-Media-Strategie, wenn Sie mit dieser eine völlig falsche Menschengruppe ansprechen und keine neuen potenzielle Kunden erreichen? Richtig – es ist reine Zeitverschwendung. Schreiben Sie für Ihre exakte Zielgruppe und vermeiden Sie Verallgemeinerungen, mit welchen mehrere Zielgruppen angesteuert werden. Letztenendes fühlt sich so keiner angesprochen und Ihre Social Media Kampange bringt nicht den gewünschten Erfolg. Um nun festzustellen, welches Netzwerk für Sie am rentabelsten ist, müssen Sie prüfen, wo sich Ihre Zielgruppe überwiegend aufhält. Da kleine mittelständischen Unternehmen oft kein Budget und keine Ressourcen haben, um eine ausführliche Marktanalyse durchzuführen, müssen diese Informationen über andere Wege erschlossen werden.



Tipp: Fragen Sie Ihre Kunden direkt im persönlichen Gespräch, ob sie sich in den Sozialen Medien aufhalten und ob Interesse an aktuellen Informationen über Ihr Unternehmen besteht.

 

Um bei solch einer Umfrage nicht völlig im Dunklen zu tappen, hier die wichtigsten Social Media Plattformen im Überblick:


 

Social Media Kanal - Facebook

 

Facebook

 

Zu Facebook muss man wahrscheinlich nicht mehr all zu viel erklären. Mit Nutzerzahlen weltweit über 1,9 Milliarden dürfte Facebook so gut wie jedem bekannt sein. Auch für Unternehmen gehört Facebook auf Grund der hohen Reichweite mit über 80 Prozent zu den beliebtesten Sozialen Netzwerken. Egal welches Alter und welche Zielgruppe – Facebook zählt als der Allrounder unter den Sozialen Netzwerken. Ursprünglich diente Facebook zur Kommunikation zwischen Privatpersonen und veränderte somit die Kommunikation von Milliarden Menschen. Mittlerweile ist die Mutter aller Sozialen Netzwerke auch aus der Unternehmenskommunikation nicht mehr weg zu denken. Die offiziellen Firmenprofile werden gerne dazu genutzt, um Kunden über aktuelle Angebote und Aktionen zu informieren und sich direkt mit der Kundengruppe auszutauschen. Das dient der Kundenbindung und steigert  das Vertrauen zwischen Unternehmen und Kunden. Für Ihren Erfolg auf Facebook sollten die Inhalte Ihrer Beträge relevant, kreativ, authentisch und hochwertig sein, denn nur wenn Ihre Leser Gefallen an Ihren Beiträgen finden, sind sie auch bereit diese zu teilen, das wiederum wirkt wie die gute alte Mund-zu-Mund-Propaganda und hilft Ihnen dabei, neue potenzielle Kunden zu erreichen.

 

Social Media Kanal - Google+

 

Google+

 

Google+ ist von der Reichweite mit 6 Millionen aktiven Nutzern zwar nicht so stark wie Facebook, dennoch sollten Sie diese Plattform nicht unterschätzen. Sie bietet eine gute Möglichkeit Ihre fachlichen Kompetenzen mit Ihrer Community zu teilen. Auch wenn es wie Facebook als privates Netzwerk gedacht war, hat es sich nicht als solches durchsetzen können. Hauptsächlich wird es zur Unternehmenspräsentation genutzt. Der Unterhaltungswert Ihrer Botschaften rückt hierbei in den Hintergrund. Im weitesten Sinne dient Google+ als Informationsquelle zur Verbreitung von themenrelevanten Blogbeiträgen und Foren. Dabei gibt es einen großen Vorteil gegenüber Facebook – mit Hilfe der so genannten “Kreise” (Kunden, Influencer, Partner) können Sie genaue bestimmen, für welche Kontakte Ihr Content bestimmt ist. Prinzipiell wird jeder, der sich eine Google-Email-Adresse zulegt automatisch zu einem Google+-Nutzer, ob man dieses Netzwerk dann auch wirklich nutzt, ist eine andere Frage. Besonders gefragt sind technische Themen jeglicher Aufführung, das liegt wohl auch an der vermehrt aktiven Nutzung von Männern.

        

Social Media Kanal - Twitter

 

Twitter

 

Mit rund 3 Millionen Twitter-Nutzer in Deutschland gehört Twitter zwar nicht zu den reichweitenstärksten Netzwerken, dennoch sind viele Firmen auf Twitter zu finden. Die Verwendung beschränkt sich weitestgehend wie bei Google+ auf die Verbreitung von fachspezfischem Content. Für große Worte bietet Twitter auch nicht die richtige Plattform, der Microblog beschränkt die Botschaften auf maximal 140 Zeichen. Da es oft schwierig ist, Fachartikel oder ähnliches in wenigen Worten auszudrücken, werden redaktionelle Fachartikel in den kurzen Mitteilungen verlinkt und so verbreitet. Besonders beliebt ist Twitter bei Menschen aus der Medien-Welt.

Social Media Kanal - YouTube
 

YouTube

 

YouTube ist in Sachen Social-Media-Marketing auf Grund der hohen Reichweite durchaus interessant. Die Nutzerzahlen allein in Deutschland liegen bei 6 Millionen. Pro Minute werden 100 Stunden neuer Content eingespielt, da ist es natürlich schwer aufzufallen, um viele User anzusprechen. Es gibt keine genauen Hinweise oder Richtlinien, die den Erfolg auf YouTube garantieren. Teure und aufwendige Firmenvideos können oftmals nicht mit den unterhaltsamen Privatvideos mithalten. In diesem Netzwerk steht der Unterhaltungswert und die Emotionalisierung der Zuschauer in jedem Fall im Vordergrund. Nutzen Sie YouTube, um zusätzlich zu Ihren anderen Social Media Kanälen, Ihre Marke und Ihr Image zu verbreiten.

 
Social Media Kanal - Instagram
 

Instagram

 

Instagram hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Netzwerken entwickelt. Es handelt sich dabei um einen Micro-Blog mit dem Fokus auf Fotos und Videos. Die eigentliche Interaktion, die normalerweise im Fokus eines jeden Netzwerkes steht, ist hier nicht so wichtig. Entscheidend ist der visuelle Eindruck, den Sie bei Ihrer Community hinterlassen. Die Kunst für Unternehmen ist es also, Produkte und  Dienstleistungen in ästhetischen Bilder geschickt zu platzieren. Meist reicht ein Bild oder ein kurzes Video in der Kombination mit zielgruppenspezifischen Hastages aus, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu erzielen. Mittlerweile hat Instagram seinen Fokus jedoch etwas verschoben. Mit zusätzlichen Funktion wie der “Instagram-Story” versucht das Netzwerk den erfolgreichen Konkurenten SnapChat zu imitieren und verlorene Nutzer durch die Vereinigung beider Funktionen zurückzugewinnen.

 

Social Media Kanal - Printerest

 

Pinterest

 

Auch in diesem Netzwerk liegt der absolute Fokus auf der visuellen Kommunikation. Auf einer virtuellen Pinnwand können Sie visuellen Content platzieren. Doch nicht alle Inhalte, lassen sich gut visualisieren, deshalb lohnen sich Netzwerke wie Instagram und Printerest gut für den Einzelhandel oder Dienstleister aus der Beauty, Lifestyle und Reise Branche. Wichtig für den Erfolg hierbei sind hochwertige und ansprechende Bilder. Das überwiegende Nutzerklientel auf Printerest sind Frauen. Von ca 3 Millionen aktiven Nutzer sind zwei Drittel weiblich. Seien Sie nicht nur auf Ihrem eigenen Profil aktiv, sondern stöbern und abonnieren Sie Pinnwände anderer Nutzer, um potenzielle Interessenten auf Ihre Pinnwand aufmerksam zu machen.

 

Social Media Kanal - SnapChat

 

SnapChat

 

SnapChat hat sich in den letzten Jahren seit der Entstehung in 2011 stark etabliert. Deutschland zählt mit über 3 Millionen Nutzern zu den Ländern mit den höchsten Nutzerzahlen. Das Prinzip von SnapChat ist eigentlich ganz simpel – man erstellt spontan visuellen Content in Form eines Fotos oder eines 10-sekündigen Videos. Die Besonderheit hierbei: die Videos und Fotos werden nach 24 Stunden gelöscht und lassen sich somit im Netz nicht mehr zurückverfolgen. Viele Unternehmen tun sich noch schwer mit der Nutzung von SnapChat, da oft die Ideen fehlen, über was gesnapt werden soll. In erster Linie geht es bei SnapChat um die authentische, emotionale und vorallem direkte Kommunikation. SnapChat lässt sich gut als Branding-Kanal verwenden. Zeigen Sie was in Ihrem Unternehmensalltag vor sich geht und schaffen Sie so Transparenz und Nähe zu Ihren Kunden. Allerdings ist es schwierig, sich ersteinmal einen großen Zuschauerkreis auf SnapChat aufzubauen. Es gibt kein Newsfeed oder ähnliches, wo über Empfehlungen oder Likes neue Interessenten erreicht werden können. Sie sind darauf angewiesen, dass die Interessenten Sie aktiv zu Ihren Kontakten auf SnapChat hinzufügen. Daher ist es hier besonders wichtig über die anderen Sozialen Netzwerke für Ihr SnapChat-Account zu werben.

 

Wer die Wahl hat, hat die Qual

 

Auf Grund des geringsten Aufwands und der hohen Nutzervielfalt sollten Sie als mittelständisches Unternehmen Ihren Fokus in erster Linie auf Facebook setzen. Das gilt besonders für lokale Geschäfte oder Dienstleister wie Handwerker, Bäcker und Ärzte. Google+ und Twitter dienen überwiegend der Verbreitung von redaktionellem Content und sind daher eigentlich nur für Unternehmen interessant, die regelmäßig Artikel auf ihrem firmeninternen Blog veröffentlichen. Da sich auf Google+ mehr männliche Nutzer aufhalten, sind die beliebtesten Themenschwerpunkte technischer Ausrichtung. Bei Twitter hingegen sind Themen aus der Medienwelt sehr gefragt. Für YouTube ist es schwer eine konkrete Nutzergruppe zu definieren. Aufwendig und teure Imagevideos sind für KMU oft keine Option, da die Ressourcen und das richtige Know-How fehlen. Pinterest und Instagram sind stark visuell geprägt. Da sich aber nicht jedes Produkt oder Thema gut visualisieren lässt, fallen auch hier viele Unternehmensbereiche weg. Besonders beliebt sind Themen aus dem Bereich Beauty, Lifestyle und Reisen, das liegt wahrscheinlich an den überwiegend weiblichen Nutzern. Kommen wir nun zu SnapChat, hier ist es ganz besonders schwer eine Empfehlung auszusprechen. Um auf SnapChat die Chance zu haben, eine breite Masse anzusprechen, ist es hilfreich bereits über andere Social Media Kanäle eine große Community zu haben. Haben Sie dabei keine Scheu Privates und Berufliches miteinander zu verknüpfen, denn in erster Linie interessieren sich SnapChat-User dafür, was hinter den Kulissen eines Unternehmens vor sich geht.

 

Machen Sie Ihre Zielgruppe auf Ihre Social Media Kanäle aufmerksam!

 

Mit der Auswahl und der Erstellung eines Social Media-Accounts geht die Arbeit erst richtig los. Weisen Sie Ihre Kunden aktiv auf Ihre Präsenz in den diversen Social Meida Plattformen hin. Nutzen Sie Ihre bereits gewonnen Kunden, um eine große Community aufzubauen. Wenn Ihr fester Leserkreis Gefallen an Ihren Beiträgen findet, verbreiten sich diese von ganz allein. Passives warten auf Besucher und Interessenten schafft zwar keinen Aufwand, bringt aber auch keinen Erfolg. Schon kleine Hinweise auf Ihre Social Media Profile können ausreichen. Nutzen Sie daher folgende Kommunikationsmittel, um auf Ihre Social Media Profile aufmerksam zu machen:

 

  • direkte Ansprache
  • Geschäftspost
  • Homepage
  • Schaufenster
  • Printwerbung (Flyer, Prospekte)

 

Blog durchsuchen

Like uns auf Facebook