Suchmaschinen Teil 5: Google, Amazon & Facebook – Suchmaschinenwerbung im Vergleich

In den letzten drei Blogartikeln haben wir Ihnen Suchmaschinen, oder welche die es einmal werden wollen, vorgestellt. Alle drei Formen der Suche erfüllen den für sie vorgesehen Zweck und haben eine wichtige Position im Internet.

 

Hier ein kleiner Überblick über die Vor- und Nachteile der einzelnen Suchmaschinen:

 

Google

Google ist mit 90 Prozent nicht nur die führende Suchmaschine, sondern auch der erfolgreichste Internetkonzern am aktuellen Markt. Das liegt weitestgehend an der Vielseitigkeit und der Verknüpfung vieler produktivitätssteigender Produkte, die Google seinen Nutzern überwiegend kostenlos zur Verfügung stellt. Alleine in Deutschland werden täglich rund 140 Millionen Suchanfragen von Google beantwortet.  In den nun mehr als 20 Jahren als Suchmaschine hat sich Google immer mehr zur Findemaschine etabliert. Suchanfragen werden nun nicht mehr nur in Form von Links zu den Websites mit den richtigen Antworten dargestellt. Sogenannte Rich Answers beantworten Suchanfragen direkt. Rich Answers haben die Google-Suche in den letzten Jahren für die Nutzer einfacher gemacht. 20 Prozent der beantworteten Suchanfragen werden in Form von Rich Answers beantwortet. Was hier einerseits ein Vorteil für die Nutzer darstellt, ist auf der anderen Seite für die Website-Betreiber, die möglichst viel Traffic generieren wollen, eher kontraproduktiv.

 

Amazon

Amazon ist als führender Online-Marktplatz mit rund 160 Millionen Produkten im Sortiment nicht mehr aus der E-Commerce-Branche wegzudenken. Im direkten Vergleich mit Google kann Amazon natürlich nicht mithalten. Dafür ist Amazon jedoch auch nicht ausgelegt, da es sich bei der Suche ausschließlich um eine Produktsuche handelt. 44 Prozent der Online-Einkäufer, die auf der Suche nach einem bestimmten Produkt sind, starten ihre Suche direkt über die Website von Amazon, ohne zuvor einen Umweg über die Suchmaschinen zu gehen.

 

Facebook

Trotz großer und aufstrebender Konkurrenz steht Facebook seit der Gründung 2004 an erster Stelle der reichweitestärksten Sozialen Netzwerken. Aktuell hat Facebook eine Nutzerzahl von 1,7 Milliarden Menschen weltweit. Das sind bereist 15 Prozent mehr als noch  vor einem Jahr. Mit vier Milliarden geteilten Inhalten werden täglich rund eine Milliarden aktive Nutzer erreicht. In den vielen Jahren als Soziales Netzwerk hat Facebook Wissen über Milliarden von Websites gesammelt. Mit all den gesammelten Informationen über Nutzer, deren Standorte, deren Interessen und deren Verhalten wäre es Facebook möglich genauere und zielsichere Suchergebnisse abzuliefern, um eine große Konkurrenz gegenüber den eigentlichen Suchmaschinen darzustellen. Momentan tüftelt Facebook an einer neuen Funktion, die es Nutzer einfacher macht Links mit der Community zu teilen. Dafür soll es demnächst eine direkte “Add a Link”-Funktion geben, mit welcher direkt über die Facebook-Suche nach Links zu bestimmten Schlagwörtern gesucht werden kann. Bisher beschränkt sich die Suche bei Facebook auf Menschen- und Interessengruppen sowie Orte, Fotos und Nutzerbeiträge.

 

Ein konkreter Vergleich lässt sich schwer realisieren. Auch wenn alle drei Plattformen technisch mit Hilfe eines Algorithmus ihr Suchergebnis-Ranking berechnen, sind sie zu verschieden. Jede der vorgestellten Plattformen erfüllt Ihren Zweck in der jeweiligen  Branche, dabei haben sie nur eines gemeinsam – die Werbung.

 

Hier nun die Vor- und Nachteile der jeweiligen Werbemöglichkeiten:

 

Google AdWords

SEA also die Suchmaschinenwerbung, auch bekannt als Keywordadvertising oder Sponsored Links. Hierbei werden mit Keyword und standortbezogenen Textanzeigen geworben. Da bekanntlicherweise Google die Nummer eins unter den Suchmaschinen ist, ist es logisch, dass sie auch in Sachen SEA als Monopolist gilt. Auch hier hat Google über 90 Prozent des Marktes eingenommen. Die gekauften Anzeigen werden von Google über den eigentlichen Suchergebnissen mit einer Kennzeichnung platziert.

 

Google AdWords-Anzeige

 

Man kauft sich somit eine der Top Positionen, um besser im Netz gefunden zur werden. Die Kosten einer solchen Anzeige setzen sich aus der Anzahl der Klicks zusammen (Cost per Click). Im Klartext – Sie bezahlen für jeden Besucher, der über die Anzeige auf Ihre Website gelangt. Je nach Relevanz und Beliebtheit Ihrer ausgewählten Keywords errechnet sich der Preis pro Klick. Das teuerste Keyword “Wirtschaftsdetektei Frankfurt” kommt aus der Wirtschafts- und Finanzbranche und liegt derweil bei knapp unter 90 Euro. Im Normalfall bezahlt man zwischen 30 Cent und drei Euro pro Klick. Um Ihre Kosten kontrollieren zu können, gibt es die Möglichkeit ein Tages-Budget festzulegen. Dann wird Ihre Anzeige so lange geschaltet, bis Ihr Tages-Budget aufgebraucht ist, sodass Ihr Budget am Ende eines Monats optimal ausgeschöpft wird.

 

Amazon

Auch bei Amazon gibt es wie bei Google, die Möglichkeit das organische Ranking zu umgehen. Seit 2013 ist es möglich Produkte im Ranking mit Hilfe gekaufter Anzeigen besser zu positionieren.

 

Amazon - Suchmaschinenwerbung

 

Anders als bei Googe AdWords werden die Produkte nicht zwangsläufig am Anfang oder am Ende einer Seite angezeigt.  Gesponserte Artikel auf Amazon können auch zwischen den regulären Suchergebnissen auftauchen. Die Positionierung auf Platz 1 kann also trotzdem von jedem Händler erzielt werden. Um für gesponserte Artikel eine gute Position zu erreichen, kommt es auf das Gebot des Händlers an. Die Kosten kommen auch hier pro Klick zu Stande. Im Vergleich zu Google und Facebook sind die Preise der Keywords um einiges günstiger. Die Preise für ein Gebot liegen zwischen drei und 17 Cent.

 

Facebook

Facebook-Ads erscheinen nicht gezielt bei einer Suche auf Facebook, sondern werden zwischen den Beiträgen der Freunde angezeigt. Die Werbebotschaft wird somit geschickt in den Informationsfluss integriert und nicht als offensive Werbebotschaft wahrgenommen.

 

Suchmaschinenwerbung - Facebook

 

Die Kosten berechnen sich auf dieselbe Weise wie für die Anzeigen auf Google oder Amazon. Es wird ein Budget festgelegt und wenn dieses auf Grund genügend Klicks aufgebraucht ist, wird die Anzeige nicht mehr geschaltet. Im Schnitt rechnet man je nach Keyword mit 50 Cent. Die Besonderheit bei Facebook ist, dass mit Targeting genau bestimmt werden kann, wer die Werbebotschaft sehen soll. Beim Erstellen einer Kampagne können Zielgruppen genau nach Alter, Geschlecht, Berufsgruppe, Interessen und Nutzerverhalten angesteuert werden.

 

Die Vorteile im Überblick:



Google AdWords

  • Hohe Reichweite auf Grund hoher Nutzerzahlen
  • Zielgerichtetes Targeting -> geringer Streuverlust

 

Amazon

  • Im Schnitt achtmal günstiger als Google AdWords und Facebook
  • Durch höheren Absatz wird auch die organische Rankingposition gesteigert  

 

Facebook

  • Exaktes Targeting durch bestimmte Auswahlkriterien wie Berufsstand, Interessen, Alter, Geschlecht etc.
  • Werbebotschaft wird in den Informationsfluss integriert

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