Facebook Ads vs. Google AdWords – Welche Werbemaßnahme ist für Ihr Unternehmen besser geeignet?

Es gibt viele Möglichkeiten als Unternehmen Werbung im Internet zu schalten. Zwei davon haben wir uns bereits im Omnea-Blog näher angeschaut und ausführlich darüber berichtet: Dank Google AdWords kann auf der weltweit größten Online-Suchmaschine Werbung in den oberen Plätzen der Google-Suchergebnisse angezeigt werden. Und auch auf dem Social-Media-Portal Facebook können Unternehmen Werbeblöcke einblenden. Nun stellt sich die Frage, auf welchem Portal eine Werbeeinblendung relevanter ist. Hier der direkte Vergleich:

 

Reichweite

Google gilt noch immer als die meist genutzte Suchmaschine in Deutschland. Die Statistik von Statista zeigt, dass Google mit einem weltweiten Marktanteil von 88,44% fernab der Konkurrenz von Yahoo (3,67%) und Bing (4,12%) liegt. Ähnliches Verhalten macht sich bei Facebook bemerkbar. Mit Rekord verdächtigen 1,415 Milliarden aktiven Nutzern weltweit, ist Facebook das größte Social-Media-Portal (Quelle: Statista März 2015). Dementsprechend kann eine Vielzahl an Personen durch Werbeschaltungen auf den jeweiligen Portalen erreicht werden. Da es sich bei Facebook aber um ein Social-Media-Portal handelt und man dafür extra ein eigenes Profil anlegen muss, ist zwangsweise nicht jede Person auf diesem Medium vertreten. Eine Suchanfrage auf Google hat dennoch jeder von uns schon einmal gemacht.

 

Zielgruppe

Bei Google AdWords können Keywords gewählt werden, die User in die Suchleiste von Google eingeben. Es ist sinnvoll Keywords zu verwenden, damit besser gesteuert werden kann, durch welche Suchanfrage die Anzeigenschaltung ausgelöst wird. Allerdings können keine genauen Angaben zur suchenden Person gemacht werden, der Fokus liegt lediglich auf den Keywords. Da es sich bei Facebook hingegen um eine Social-Media-Plattform handelt, gibt es zu jedem Account die Möglichkeit, seine Profilangaben zu vervollständigen. Name, Alter, Geschlecht, Wohnort, Interessen, Hobbys, Familienstand und Grad der Ausbildung sind so beispielsweise abrufbar. Die Werbung kann spezifisch auf die jeweiligen Personen geschaltet werden.

 

Werbeplatzierung

Auf Google AdWords findet man die Werbeschaltung im oberen Bereich des Rankings, noch vor der organischen Suche bzw. kann es auch auf der rechten Seite gelistet sein. Kooperationen von Google mit GMX oder AOL ermöglichen ebenfalls Werbeschaltungen auf diesen Webseiten. Eine Werbung auf Facebook ist hingegen nur auf Facebook sichtbar, ebenfalls auf der rechten Seite der Webseite und oftmals auch inmitten der Timeline.

 

Visuelle Werbung

Bildmaterial spielt eine entscheidende Rolle, ob eine Werbung angeklickt wird oder nicht. Fotos können als visuelle Unterstützung die Reichweite erhöhen. Facebook verzeichnet hier einen klaren Vorteil, denn zusätzlich zu einem Text können auch Bilder in die Werbung eingebettet werden. Bilder als Werbeform gibt es bei Google in Deutschland noch nicht. Die Werbung wird lediglich mit einem gelb markierten Textfeld mit dem Wort „Anzeige“ hinterlegt. Allerdings kann auch mit statischen oder animierten Werbebannern oder sogar einem Video auf dem Google Display Netzwerk, welches mit GMX oder AOL kooperiert, angezeigt werden.

 

Verfügbare Zeichen

Beide Portale können maximal 25 Zeichen für den Titel der Werbeanzeige verwenden. Die angezeigte URL kann bei Google AdWords mit 35 Zeichen bestimmt werden, hingegen sollte bei dem Social-Media-Portal Facebook die Anzahl von 25 Zeichen nicht überschritten werden. Der Unterschied bei Google AdWords und Facebook ist, dass Google AdWords zwei Textzeilen mit jeweils 35 Zeichen anbietet. Facebook hat beim Text eine Zeichenanzahl von 90. Dafür können bei Facebook Bilder angezeigt werden. Diese sollten die Größe von 110 x 80 Pixel aufweisen.

 

Kosten

Beide Portale werden über PPC (Pay Per Click) abgerechnet. Das heißt, sobald ein User auf eine Werbung klickt, entstehen hierbei Kosten für das Unternehmen. Google AdWords und Facebook können aber auch über CPM-Gebote (Cost-per-1000-Impressions) berechnet werden. Diese Methode macht Sinn, sofern Sie die Bekanntheit Ihrer Marke erhöhen möchten.

Bei Google AdWords gibt es intern auch ein Ranking. So sind Werbungen, die höher im Ranking platziert sind, teurer. Bei Facebook kann das Budget für den Tag oder ein generelles Laufzeitbudget im Vorfeld festgelegt werden, um im Nachhinein keine bösen Überraschungen zu erleben. Die anfallenden Kosten können per Kreditkarte, PayPal oder Lastschrift (nur in Deutschland) beglichen werden.

 

Akzeptanz

Generell sind die Werbeschaltungen auf Google bei den Usern von höherer Akzeptanz. Denn der User sucht ja nach etwas Bestimmten, wenn er die Suchmaschine von Google benutzt. Jedoch nicht bei Facebook. Denn meldet man sich auf dem Social-Media-Portal an, möchte man in erster Linie Kontakt zu Freunden und Bekannten pflegen und deren Online-Aktivitäten sehen. Und nicht mit Werbebannern irritiert und abgelenkt werden.

 

Die Vorteile zusammengefasst:

 

Google AdWords:

  • extrem hohe Reichweite
  • Potenzielle Kunden können mit Hilfe von “Buyer Keywords” genau dann erreicht werden, wenn diese eine Kaufabsicht haben.
  • gute Werbeplatzierung

 

Facebook:

  • Für die Anzeigen können nicht nur Text, sondern auch Bilder und Videos verwendet werden
  • Zielgruppe kann ganz genau bestimmt werden (anhand demographischer Faktoren, Interessen, …)
  • Anzeigen können für “Likes”, Website-Klicks, Conversions etc. optimiert werden

 

Fazit

 

Generell können Google AdWords und Facebook miteinander verglichen werden, dennoch sind diese zwei Werbearten grundlegend auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtet. Google konzentriert sich auf die User, die nach speziellen Informationen im Internet suchen. User auf Facebook hingegen, möchte eher ihre persönlichen Kontakte pflegen und nicht mit Werbemaßnahmen konfrontiert werden. Dennoch kann auf beiden Portalen das Produkt werbetechnisch in Szene gesetzt werden. Denken Sie jedoch daran, dass nicht die Art der Werbeschaltung zählt, sondern die Stärke des Produktes selbst.

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